Stromausfall durch Brandanschläge

9. September 2025, 3. Januar 2026

Durch einen Brand­an­schlag am frühen Morgen des 9. September 2025 in Johan­nis­thal wurde ein groß­flä­chiger Strom­aus­fall ausge­löst. Etwa 50.000 Haus­halte sowie rund 7.000 Gewer­be­be­triebe vor allem in Johan­nis­thal, Bohns­dorf, Nieder­schö­ne­weide, Grünau, Adlershof und Altglie­nicke waren betroffen. In manchen Stadt­teilen dauerte der Strom­aus­fall mehrere Tage.

Die Auswir­kungen waren verhee­rend: Nicht nur, dass alle elek­tri­schen Geräte in den Wohnungen ausfielen, wie z.B. Kühl­schränke und Tele­fone. Auch Handy­masten waren außer Betrieb, Kran­ken­häuser und Pfle­ge­heime waren ohne Strom, lebens­er­hal­tende Geräte waren nicht mehr nutzbar.

In manchen Betrieben entstand ein Schaden von mehreren zehn­tau­send Euro. Auch die Stra­ßen­be­leuch­tung, Ampeln, Stra­ßen­bahnen, Kühl­an­lagen in Apotheken waren außer Betrieb.

Die provi­so­ri­sche Repa­ratur der Leitungen dauerte zwei Tage, doch die Wieder­her­stel­lung der gesamten Anlage zog sich noch über mehrere Monate hinweg.

Noch schlimmer traf es an 3. Januar 2026 den Südwesten Berlins: In Lich­ter­felde wurde eine Kabel­brücke durch einen Brand­an­schlag zerstört. In der Folge kam es zum längsten Strom­aus­fall in der Stadt seit dem Kriegs­ende 1945. In Lich­ter­felde, Zehlen­dorf, Wannsee und Niko­lassee waren rund 50.000 Haus­halte sowie über 2.000 Betriebe betroffen. Eine ganze Reihe von Kran­ken­häu­sern und Pfle­ge­heimen mussten bis zu vier Tagen durch Notstrom­ag­gre­gate versorgt werden oder wurden geräumt. Bei eisigen Tempe­ra­turen blieben Zehn­tau­sende tage­lang ohne Heizung. Das Tech­ni­sche Hilfs­werk sowie die Feuer­wehr leis­tete Unter­stüt­zung.

Die links­extreme Vulkan­gruppe bekannte sich schließ­lich zu den Anschlägen, gleich­zeitig gab eine anschei­nend weitere Vulkan­gruppe eine Erklä­rung heraus, in der sie sich von den Anschlägen distan­zierte.
Der Gene­ral­bun­des­an­walt über­nahm die Ermitt­lungen wegen des Verdachts der links­extre­mis­ti­schen Sabo­tage.

Im Nach­gang zu den beiden Anschlägen kam es in der Stadt zu Über­le­gungen, wie die kriti­sche Infra­struktur besser geschützt werden könnten

Foto: Alex Blokha /​ CC BY-SA 4.0